Mitgliederwerbung soll intensiviert werden

BERLIN – Der Vorstand des Psoriasisnetzes Berlin und Brandenburg hat sich für das neue Jahr viel vorgenommen. So soll die Mitgliederwerbung intensiviert und Veranstalungen für den Dermatologischen Nachwuchs in der Weiterbildung zum Facharzt angeboten werden. Das hat PD Dr. Sandra Philipp in ihrem Rechenschaftsbericht bei der Mitgliederversammlung des Psoriasisnetzes angekündigt.

„Wir gehen mit Optimismus ins neue Jahr, etwas Positives unternehmen zu können, so die Berliner Dermatologin und Leiterin der Psoriasis-Sprechstunde an der Charité Hautklinik. Aktualisiert wird auch die auf der Website des Berlin-Brandenburger Netzes verfügbare Hautarztsuche mit der Möglichkeit für Patienten, dort mehr über das angebotene Therapiespektrum zu erfahren.

Gleichzeitig wird Bewährtes fortgesetzt: Meldungen zum  PSO-Best-Register werden im neuen Jahr weiterhin gefördert. Der Plan, eine wissenschaftliche Arbeit zur Versorgung der Schuppenflechte zu fördern, bleibt auf der Agenda. Auch 2018 gibt es wieder quartalsweise Fortbildungsabende mit aktuellen Schwerpunkten der Psoriasisversorgung.

2018 wird es neue Medikamente zur Psoriasisbehandlung geben

Zum Jahresabschluss gab Prof. Diamant Thaci gleich nach der Mitgliederversammlung ein brandaktuelles Update. So zeigte der Leiter des Entzündungszentrums an der Universitätshautklinik Kiel den Entwurf der in Arbeit befindlichen S3-Leitlinie mit dem allerneuesten Behandlungsalgorithmus. Hier waren die 2017 neu zugelassenen immunologisch wirkenden Medikamente bereits eingepflegt. Doch auch diese Grafik wird schon 2018 wieder neu gefasst werden müssen, wie Thaci verdeutlichte, da weitere Präparate unmittelbar vor der Einführung in die Regelversorgung stehen.

Sein rund 45minütiger Parforceritt reichte von der Pathogenese über einen Schnelldurchgang durch die neuesten Studiendaten zu alten und neuen Wirkstoffklassen bis hin zur Frage nach der Zukunftsperspektive dieses rasanten Wandels, den die Dermatologie nun schon seit Jahren erfährt.

“Ist eine vollständige Remission möglich?“ so die vorsichtig in Frageform formulierte Vision Thacis, die für ihn mit zwei anderen Fragen eng verknüpft ist: wann und bei wem ist auch heute schon eine Therapiepause oder gar ein Ausschleichen angezeigt? Thacis Prognose: künftig wird eine Flexibilisierung der Systemtherapie möglich, bei der die Akut- und Interventionstherapie bei Krankheitsschüben aber auch die früher erforderliche Intervalltherapie abgelöst werden von einer Langzeitstrategie verbunden mit einer langfristigen Kontrolle der Krankheitssymptome.