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In meiner Haut: Neues Aktionsbündnis gegen Stigmatisierung Hautkranker

BERLIN (blu) – Hautärzt*innen und Betroffene haben eine neue Initiative gegen die Ausgrenzung von Menschen mit sichtbaren Hauterkrankungen gestartet. „In meiner Haut“ – so der Name – setzt auf die Vermittlung von Wissen und will gleichzeitig Hautgesunde für die psychischen Belastungen sensibilisieren, unter denen Hautkranke leiden.

Dabei setzt die gemeinsame Initiative von Wissenschaftler*innen, Hautärzt*innen, Psycholog*innen, Public-Health-Expert*innen, Patientenvertreter*innen und Politikberater*innen auf social media, wie Sophia Schlette auf der 51. DDG-Tagung unterstrich. Die neue Geschäftsführerin des Berufsverbands der Deutschen Dermatologen präsentierte auf der Online-Fortbildungstagung einen „Erklärfilm“, in dem das Anliegen der Initiative jungen Leuten nähergebracht wird.

Der 2-Minuten-Film ist ein Arbeitsergebnis von ECHT, ein mit Mitteln des Bundesgesundheitsministeriums finanziertes mehrjähriges Forschungsprojekt. Das Akronym ECHT steht für Entstigmatisierung von Menschen mit sichtbaren chronischen Hauterkrankungen. Unter anderem fanden zwei Studien statt, in denen Methoden zur Veränderung von stigmatisierenden Haltungen und Einstellungen bei jungen Leuten in der Berufsausbildung erprobt wurden.

Dazu heißt es auf der neu geschaffenen >>Website: „Sensibilisierung ist wichtig für angehende Ärzt*innen, ebenso in der Ausbildung von Erzieher*innen und Sozialpädagog*innen, die in der frühkindlichen Erziehung Weichen stellen können und eine „Role-Model-Funktion“ innehaben. Ähnliches gilt für Fachkräfte in anderen Gesundheitsberufen sowie für Lehrer:innen, Trainer:innen und Ausbilder:innen und viele mehr. Hier setzen wir mit unserer Initiative an.“

„In meiner Haut“ wendet sich über die sozialen Medien unmittelbar an eine jugendliche Altersgruppe und will sie als Unterstützer für die Verbreitung der Anti-Stigmatisierungsbotschaft gewinnen. Betroffene erhalten online Rat und Hilfe. Die im ECHT-Projekt gewonnenen Erkenntnisse soll Multiplikator*innen und Meinungsbildner*innen an Universitäten, Fachschulen, Ausbildungsstätten und Schulen vermittelt werden. Außerdem hat das Aktionsbündnis Handlungsempfehlungen verfasst und dem Bundesgesundheitsministerium zur Verfügung gestellt, „um der Herausforderung der Entstigmatisierung auf politischer Ebene zu begegnen“, wie es dazu weiter auf der Website heißt.

Beteiligt sind neben den dermatologischen Fachverbänden BVDD, DDG auch das Psoriasisnetz (PsoNet) Deutschland, das Institut für Versorgungsforschung in Dermatologie und Pflegeberufen, das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit sowie  der Deutsche Psoriasis Bund (DPB), das online aktive „Psoriasis-Netz“, der Deutsche Neurodermitis Bund, der Deutsche Vitiligo-Verein sowie weitere regional tätige Gruppen.