Skip to main content
 
Leit-Icon Aktuelles (A)
Aktuelles
Panorama

Psoriasis: „Bitte berühren“ am Tag der Umarmungen

BERLIN (blu) – Am 21. Januar, dem Internationalen Tag der Umarmung, fallen sich Fremde auf Straßen und Plätzen in den Arm. Seit 25 Jahren folgen mehr und mehr Menschen rund um den Globus dem Aufruf nationaler und regionaler Organisatoren und greifen die aus den USA stammende Idee auf – jetzt erstmals auch in Berlin.

Bild 01_Kampagnenmotiv Quelle BVDD

Passend zu diesem Anlass startet der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) eine emotionale Aufklärungskampagne zum Thema Schuppenflechte. Hautärzte und Selbsthilfeorganisationen wollen in den dann folgenden zwölf Monaten gemeinsam unter dem Motto „Bitte berühren“ Zeichen setzen: gegen Distanzierung, für mehr Nähe.

Im Aktionsaufruf der Kampagne zum 21. Januar heißt es wörtlich: „Machen Sie mit beim Internationalen Tag der Umarmung. Zeigen Sie Nähe. Gehen Sie auch und gerade auf jene zu, die oft an den Rand gedrängt werden und häufig im Abseits stehen! Dazu zählen ganz besonders oft Hautkranke und insbesondere Schuppenflechtekranke.“
20151208Wortbildmarke_FINAL-01
Wer die „Bitte berühren-Initiative“ unterstützen will, hat dazu beispielsweise am 21. Januar ab acht Uhr früh in der Bundeshauptstadt am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor Gelegenheit. Dort gehen Hautärzte und Betroffene gemeinsam auf die Straße, verteilen Flugblätter, umarmen Passanten und sammeln Fotos für eine Unterstützer-Bildergalerie auf der Website von www.bitteberuehren.de. (Die Website wird am 21. Januar freigeschaltet) Doch auch, wer nicht an diesem Tag vor das Brandenburger Tor kommen kann, kann mitmachen und beispielsweise ein Umarmungsfoto per Mail an info@bitteberuehren.de schicken.

Hintergrund:

Anderen nahe zu sein und sich zu zeigen, ist gerade für Menschen mit chronischen Hautkrankheiten wie Schuppenflechte mit Ängsten und Unsicherheiten verbunden – auch im Alltag. Ihre Mitmenschen gehen auf Distanz, sobald deutliche Hautveränderungen sichtbar werden, obwohl Schuppenflechte nicht ansteckend ist.

Bei Schuppenflechte leiden Betroffene – bundesweit mehr als zwei Millionen Menschen – unter stark schuppenden Hautstellen: häufig an der Kopfhaut, manchmal im Gesicht, an Händen und Füßen, den Ellenbögen und Knien oder an den Genitalien. Noch schwerwiegender als die schmerzenden und stark juckenden Hautstellen sind die mit der Erkrankung häufig einher gehenden zwischenmenschlichen Probleme.

Der erste Schritt, um sich wieder wohl zu fühlen und Körperkontakt zulassen zu können, ist der Besuch eines Hautarztes. Doch eine Reihe dieser chronisch Hautkranken haben im Laufe der Zeit nach frustrierenden Erfahrungen resigniert und wissen nicht, was heute medizinisch möglich ist.

„Dank moderner, nebenwirkungsarmer Therapien können Betroffene selbst in schweren Fällen heute innerhalb weniger Wochen eine sichtbare Besserung der Krankheitszeichen und damit eine deutliche Steigerung ihrer Lebensqualität erwarten“, so Dr. Klaus Strömer, Dermatologe und Präsident des Berufsverbands der Deutschen Dermatologen. „Mit der Kampagne möchten wir Betroffenen Mut machen, eine Therapie aufzunehmen.“

Die bundesweite Kampagne „Bitte berühren“ ist eine Aktion der Initiative „Gemeinsam aktiv gegen Schuppenflechte“. Ihr gehören neben dem Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG), das Competenzzentrum für Versorgungsforschung in der Dermatologie (CVderm) der bundesweite Zusammenschluss der regionalen Psoriasisnetze in Deutschland (PsoNet e.V.) und die Patientenplattform „Psoriasis-Netz.de“ an. Unterstützt wird „Gemeinsam aktiv gegen Schuppenflechte“ darüber hinaus von: AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG, Celgene GmbH, Janssen-Cilag GmbH, Lilly Deutschland GmbH, Novartis Pharma GmbH.

Für Betroffene auf der Suche nach einer Hautärztin oder einem Hautarzt ist vom 21. Januar bis 19. Februar in der Zeit von 12:30 bis 14:00 Uhr eine Telefonhotline unter der kostenfreien Telefonnummer 0800-6646-938 geschaltet

Für Presse, Rundfunk und Fernsehen gibt es weitere Informationen, Bildmaterial zur Kampagne und Unterstützung bei der Organisation von Interviews mit Betroffenen und Experten bei der Pressestelle des Berufsverbands der deutschen Dermatologen (BVDD). Kontakt: Ralf Blumenthal, BVDD-Pressestelle, Wilhelmstr. 46, 53881 Euskirchen, Tel.: 02251 776 25 25, Mob.: 0151 270 48 461, Mail: r.blumenthal@bvdd.de