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Neuer Behandlungspfad empfiehlt ehrgeizigere Therapieziele

SELTERS/BERLIN – Das bundesweite Fachärzte-Netzwerk onkoderm hat auf der Dermapraxis 2019 in Berlin einen neuen Behandlungspfad vorgelegt. Die Empfehlung zur Therapie der mittelschweren und schweren Psoriasis vulgaris aktualisiert den 2011 erstmals veröffentlichten und 2016 erweiterten Behandlungs-Algorithmus.

Die Autorengruppe unter Leitung von Dr. Ralph von Kiedrowski, Selters, will nach eigenen Worten „in der Zusammenschau von medizinischer Evidenz, patientenindividuellen Profilen und Bedürfnissen sowie praxisregulatorischen Bedingungen“ den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen eine „Entscheidungshilfe für die Auswahl der mittlerweile zur Verfügung stehenden Substanzen“ geben und so zugleich „einen Beitrag zur Verbesserung der Versorgungssituation von Psoriasis in Deutschland“ leisten.

Wichtig ist der onkoderm-Gruppe vor allem die Neubestimmung der Therapieziele: Das Autorenteam empfiehlt den dermatologisch tätigen Fachkolleginnen und -kollegen, sich in Anbetracht der gestiegenen Effizienz moderner Medikamente nicht länger mit einer relativen – prozentual – zu bestimmenden Verbesserung des Hautbildes (gemessen anhand des sogenannten PASI-Wertes) zufriedenzugeben. Mit den heutigen Möglichkeiten der Behandlung solle vielmehr ein absoluter (!) PASI <3 bei einem Lebensqualitäts-Index (dem sogenannten DLQI)-Wert von <3 („rule of three“) angestrebt werden, so die Position der Autoren.

Die „Empfehlungen für die ambulante Versorgung von Psoriasis vulgaris. Aktualisierter praxisnaher Behandlungspfad“ ist als Beilage zu: Der Deutsche Dermatologe, Ausgabe September 9(2019) erschienen.

Zu beziehen über:
onkoderm e.V.
August-Bebel-Straße 36
15517 Fürstenwalde/Spree