Ernährung bei Psoriasis: Auf die guten Fette kommt es an

BERLIN – Schuppenflechte ist eine chronisch entzündliche Hauterkrankung. „Kann man da nicht mit einer passenden Ernährung etwas machen?“ Diese Frage bekommen Hautärzte oft gestellt. Das Thema stand jetzt im Mittelpunkt einer ärztlichen Fortbildung des Psoriasisnetzes Berlin und Brandenburg und sorgte für einen lebhaften Austausch mit der Referentin des Abends.

Ernährungswissenschaftlerin Dr. Nina Ludwig machte ihr Thema anschaulich erfahrbar. Zur Frühjahrsfortbildung des Psoriasisnetzes Berlin und Brandenburg brachte sie selbstgebackenen Kuchen für die Teilnehmer mit. Der war aber nicht mit herkömmlichem Backfett zubereitet worden, sondern mit Rapsöl, das – chemisch betrachtet – aus langkettigen Omega-3-Fettsäuren besteht. Der Kuchen schmeckte den Teilnehmern nicht nur. Sie konnten ihn auch im Bewusstsein verspeisen, damit ihrer Gesundheit nicht weiter zu schaden. Rapsöl  nämlich gilt als besonders bekömmlich, weil seine Inhaltsstoffe – ungesättigte Fettsäuren – den Stoffwechsel in der Balance halten. Derartige Fette gelten als gesund, weil sie den Entzündungsmechanismus nicht weiter anfeuern, wie Dr. Ludwig anhand von Studienergebnissen verdeutlichte.
Für Interessierte hat die in Potsdam tätige Ernährungsexpertin eine Empfehlung des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zur Verfügung gestellt, das den aktuellen Stand der ernährungswissenschaftlichen Erkenntnisse zu Ernährungsfragen bei chronisch entzündlichen Haut- und Gelenkerkrankungen versehen mit Tipps und Hinweisen zusammenfasst.

Worauf Menschen mit Schuppenflechte achten sollten

Im folgenden kurzen Videobeitrag, aufgenommen gleich nach der Veranstaltung, gibt Dr. Ludwig Antwort auf die Frage, worauf Menschen mit Schuppenflechte bei ihrer Ernährung achten sollten.