ECHT gegen die Ausgrenzung Hautkranker

BERLIN/HAMBURG – Das Bundesgesundheitsministerium fördert ECHT, der Name steht für Entstigmatisierung bei chronisch sichtbaren Hautkrankheiten. Das von Dermatologen entwickelte und geleitete Projekt wendet sich gegen die Ausgrenzung von Menschen mit sichtbaren Hauterkrankungen. 

Mit ECHT wird in Deutschland ein Appell der Weltgesundheitsversammlung an alle Mitgliedsstaaten umgesetzt, mehr zu tun, um Menschen mit Schuppenflechte zu unterstützen und die Stigmatisierung abzubauen. 

Eine erste wissenschaftliche Analyse im Rahmen des Projekts hat gezeigt: „Zwar gibt es Stigma-Forschung, jedoch wenig mit Bezug auf Gesundheit und noch weniger mit Bezug auf sichtbare Hauterkrankungen“, so Sophia Schlette, vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen. Der bundesweit tätige Hautärzteverband unterstützt ECHT ebenso wie eine Reihe von Psoriasisnetzen in Deutschland. 

In der nächsten Phase sollen ab 2019 erfolgversprechende Anti-Stigma-Ansätze erprobt und bewertet werden. Ziel ist es, ein Langzeitkonzept zu entwickeln, das neben Handlungsempfehlungen an die Gesundheitspolitik auch Vorschläge für eine übergreifende Struktur beinhalten soll, um Initiativen gegen die Stigmatisierung Hautkranker auf Dauer einrichten zu können 

Seit Januar 2018 arbeitet ein Konsortium aus 25 Versorgungsforschern, Patientenvertretern, Dermatologen, Hausärzten, Psychologen und Erziehungswissenschaftlern zusammen, um Konzepte gegen die Stigmatisierung von Menschen mit chronischen sichtbaren Hauterkrankungen zu entwickeln. ECHT ist auf eine Laufzeit von drei Jahren angelegt.      blu