Ersatzkassen wollen Versorgung von Psoriasiskranken verbessern

STUTTGART – Viele Jahre lang haben sich Dermatologen vergeblich um Verträge mit Krankenkassen zur besseren Versorgung von Schuppenflechtekranken bemüht. Jetzt liegt ein Angebot vor.

Jetzt liegt ein konkretes Vertragsangebot der Ersatzkassen unter Federführung der Techniker Krankenkasse vor, wie Dr. Ralph von Kiedrowski berichtet. Die TK hatte sich bereits im Vorjahr  im Rahmen der Nationalen Versorgungskonferenz Psoriasis an den Berufsverband gewandt.

Angestrebt werde eine Vereinbarung nach §140 a des SGB V zur Regelung eines besonderen Versorgungsbedarfs bei der Behandlung mit den innovativen molekular biologischen Wirkstoffen, die bereits zu Beginn des neuen Jahres wirksam werden soll, berichtete er vom Ergebnis seiner Verhandlungen in Hamburg. Die TK habe auf dieser Grundlage ein Vertragsangebot übermittelt. Wie von Kiedrowski weiter darstellte, werden Bonusregelungen für die Betreuung von mittelschwer bis schwer erkrankten Schuppenflechtepatienten angeboten.

Die Krankenkassen verbinden dieses Angebot bei der Verordnung von rabattierten Wirkstoffen und Biosimilars mit einer Entlastung bei der Wirtschaftlichkeitsprüfung. Anderseits soll die Teilnahmeberechtigung an qualitätssichernde Voraussetzungen wie das Psoriasis-Zertifikat, die Teilnahme an einschlägigen Fortbildungsangeboten und an weitere Maßnahmen wie die Meldung an das PsoBest-Register gebunden werden.

Die Honorierung erfolgt extrabudgetär. Über die Höhe der Boni besteht noch Verhandlungsbedarf, genauso wie das gesamte Vertragswerk noch einer eingehenden sachlichen und juristischen Überprüfung des BVDD als Vertragspartner bedarf, wie von Kiedrowski unterstrich. blu