Wie wird die Psoriasis diagnostiziert?

Bei Beschwerden wird zunächst in einem Gespräch die Krankheitsgeschichte erhoben, aus der Rückschlüsse auf Symptome, den bisherigen Krankheitsverlauf und den Leidensdruck gezogen werden. Zudem werden Informationen über weitere vorbekannte Erkrankungen, Medikamente, Allergien und die Familiengeschichte gesammelt.

Die Psoriasis der Haut und der Nägel erkennen erfahrene Ärztinnen und Ärzten häufig mit dem bloßen Auge in der körperlichen Untersuchung.

Untypische Varianten der Psoriasis oder Mischformen, aber auch vorbehandelte Befunde können die Diagnosestellung erschweren. Weitere Untersuchungen wie bakterielle Abstriche, Entnahmen von Schuppen und auch Hautproben (Biopsie), die unter dem Mikroskop untersucht werden, helfen dann weiter.

Zusätzlich werden im Rahmen der körperlichen Untersuchung die Ausprägung und die Flächenausdehnung der Hautveränderungen erfasst. Mithilfe dieser Kenngrößen kann über eigens hierfür entwickelte Rechenmatrizen, sogenannte Scores, objektiv und replizierbar der Schweregrad der Psoriasis bestimmt werden. Die etablierten Scores heißen „Psoriasis Area und Severity Index“, kurz PASI, „Body Surface Area“, kurz BSA und „Physician’s Global Assessment“, kurz PGA. Sie werden in regelmäßigen Abständen ärztlicherseits erhoben, um einerseits eine adäquate Therapie auszuwählen und andererseits auch deren Ansprechen und somit den weiteren Krankheitsverlauf abzubilden.

Der objektive Schweregrad der Psoriasis korreliert allerdings nur bedingt mit der subjektiv empfundenen Krankheitslast, welche deshalb bei den Erhebungen separat berücksichtigt werden sollte. Eine Möglichkeit diese aus der Sicht der Betroffenen abzubilden bietet der Fragebogen „Dermatologischer Lebensqualitäts-Index“, kurz DLQI. In diesem wird mithilfe von zehn Fragen der Einfluss der Hautkrankheit auf das tägliche Leben ermittelt.

Bei Verdacht auf eine Psoriasis der Gelenke oder der Sehnenansätze kommen zusätzlich Blutuntersuchungen und bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Röntgen und die Magnetresonanztomographie (MRT) zum Einsatz.