Psoriasis, im Deutschen auch Schuppenflechte genannt, ist eine nicht ansteckende, entzündliche Erkrankung der Haut und der Gelenke. An der Entstehung sind genetische, innere und äußere Faktoren beteiligt. Die Erkrankung ist leider nicht heilbar, jedoch gut beherrschbar, da zahlreiche effektive Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Es gibt unterschiedliche Formen der Erkrankung und auch der Schweregrad innerhalb jeder dieser Formen kann variieren.

Die klassische Psoriasis vulgaris (Plaque-Psoriasis) ist gekennzeichnet durch rötliche, bei dunkleren Hauttypen auch bräunliche, meist erhabene Hautareale (Plaques) unterschiedlichen Durchmessers mit weißlich-silbriger, festhaftender Schuppung. Prinzipiell kann jede Körperstelle betroffen sein. Typische Lokalisationen sind die Streckseiten von Armen und Beinen, insbesondere die Ellenbogen und Knie, der Haaransatz, Bauchnabel und das Gesäß. Die Plaques können jucken und manchmal auch schmerzen.

Zudem können Nägel, Gelenke und Sehnenansätze von Psoriasis befallen sein – zusätzlich zur Haut, aber auch unabhängig davon. Man spricht dann von Nagelpsoriasis, Psoriasisarthritis oder Enthesitis. Im Bereich der Gelenke und Sehnen kann es akut zu schmerzhaften Rötungen und Schwellungen, langfristig unbehandelt auch zu unwiederbringlichen Gelenkzerstörungen kommen. Im Gegensatz zu den Symptomen an der Haut und an den Nägeln sind Entzündungen im Bereich der Gelenke oder Sehnenansätze außerhalb eines akuten Schubes mit dem bloßen Auge oft nicht zu erkennen.

 

Wie häufig ist Psoriasis?

Psoriasis ist weltweit eine häufige Erkrankung. Sie wurde deshalb von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 2014 zu einem globalen Problem deklariert. Allein in Deutschland sind 2 bis 3 von 100 Personen betroffen. Es werden rund 2 Millionen Menschen wegen Psoriasis ärztlich behandelt. Die Dunkelziffer ist vermutlich sogar noch größer. Betroffene sind also nicht allein – auch wenn sie manchmal den Eindruck haben.

Wen betrifft Psoriasis?

Frauen und Männer sind gleichermaßen häufig von Psoriasis betroffen. Die Krankheit kann prinzipiell in jedem Alter auftreten. Am häufigsten erkranken junge Erwachsene um das 20. Lebensjahr und Erwachsene im Alter zwischen 50 und 60 Jahren.

Psoriasis, die erstmalig vor dem 40. Lebensjahr auftritt, wird auch als Frühtyp- oder Typ-1-Psoriasis bezeichnet. Sie hat eine stärkere genetische Komponente als die Spättyp- oder Typ-2-Psoriasis, wie die Schuppenflechte bezeichnet wird, wenn sie sich erstmals nach dem 40. Lebensjahr manifestiert.

Unabhängig vom Typ, sollte bei Psoriasis immer nach weiteren betroffenen Verwandten gefragt werden. Besteht nämlich eine familiäre Vorbelastung mit Schuppenflechte, ist das individuelle Erkrankungsrisiko höher.